9. Spieltag SVI - SV Aufheim 0:2 (0:1) PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 09. Oktober 2013 um 09:39 Uhr

9. Spieltag 06.10.13

SVI - SV Aufheim 0:2 (0:1)

 

Der SVI begann eigentlich genau so, wie man es nach der Pleite gg. Beuren erwarten konnte: mit kontrolliertem Offensivspiel drückte man den Gast von der ersten Minute an in die eigene Hälfte zurück. In der 8. Min. zog Florian Schwaninger seinem Gegenspieler auf und davon, der ihn an der 16er Grenze zu Boden riß und damit als letzter Mann eigentlich eine klare Torchance verhinderte. Doch SR Manfred Oppold sah die Sache anders und zeigte dem Aufheimer nur Gelb. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein. Aber um es vorweg zu nehmen - dies war die einzig strittige Entscheidung des ansonsten souverän und hervorragend leitenden SR.

Es ging aber weiterhin nur in eine Richtung. Nur ein erfolgreicher Abschluß fehlte dem SVI, denn Aufheim hatte kaum Gelegenheit, sich aus der permanenten Belagerung zu befreien. Bereits in dieser Phase war eines der derzeitigen Probleme beim SVI erkennbar: es fehlt der Mannschaft der "Knipser" der aus den zahlreichen Angriffen auch einmal an der richtigen Stelle steht und vollendet. Zumindest zeigte der SVI wieder ansehnlichen Fußball und ließ Ball und Gegner laufen. Insofern konnte man sich eigentlich nicht vorstellen, daß der SVI dieses Spiel hergeben würde.

Doch wieder einmal geriet man aus dem Nichts in Rückstand. In der 28. Min. kam Aufheim erstmalig etwas gefährlicher vor's Tor von Micha Bleyer, und schon lag man mit 0:1 im Rückstand. Hier war dann das zweite Problem des SVI deutlich sichtbar, nämlich die Abwehrarbeit. In dieser Situation hatte Aufheim leichtes Spiel, weil der Torschütze Franz Baur mutterseelenallein vor dem Tor stand und mit einem Querpaß seines Mitspielers leichtes Spiel hatte, den Ball über die Linie zu drücken. Hier stimmte einfach die Zuordnung nicht in der Abwehr, zumal der Treffer nicht aus einem schnellen Konter resultierte, sondern der Ballführende eigentlich schon zur Torauslinie abgedrängt werden konnte.

Kurz darauf hatte Simon Köhler freie Schußbahn, doch sein Abschluß kam genau auf en Gäste-Torhüter, der wenig Probleme hatte, den Ball abzuwehren. Jetzt mußte man erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Der eh schon angeschlagenen Psyche der Mannschaft tat dies alles andere als gut. Zum Ende der 1. Halbzeit kam der Gast sogar etwas besser ins Spiel, begünstigt daß der SVI nicht mehr so gefährlich nach vorne agierte und kaum noch vor dem gegnerischen 16er auftauchte. In der 43. Min. verhinderte TW Bleyer das 0:2, als er einen fulminanten Distanzschuß aus über 25 Metern glänzend parierte. Er rettete dem SVI somit den knappen Rückstand, so dass noch alle Möglichkeiten vorhanden waren, das Ergebnis in der 2. Hälfte aus Sicht des SVI positiv zu gestalten.

Alle Vorsätze für die 2. Halbzeit waren aber nach 60 Sekunden schon wieder Geschichte, denn ausgehend von einem Einwurf der Aufheimer kam der Ball zu Denis Kury, der einfach mal auf's Tor zog und mit einem unhaltbaren Sonntagsschuß TW Bleyer keinerlei Chance ließ, das 0:2 zu verhindern. Auch dieser Treffer hätte durch konsequentes Eingreifen des Mittelfeldes verhindert werden können. Damit war der eigentliche Spielverlauf auf den Kopf gestellt, zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Denn bis dahin war der SVI schon das überlegenere Team mit deutlich mehr Ballbesitz. Der 2. Treffer zeigte demnach auch entsprechend Wirkung, denn der SVI wirkte nun total verunsichert. Schon wieder eine Niederlage vor Augen verlor man nun den Faden und Aufheim bekam nach und nach Oberwasser. In der 68. Min. zeigte TW Bleyer erneut, dass er mit Abstand der beste Torhüter der Liga ist, als er einen erneuten Distanzschuß aus dem Kreuzeck fischte und so einen weiteren Treffer verhinderte. Der SVI hingegen bekam nun überhaupt nichts mehr auf die Reihe. Die Bälle wurden teilweise planlos nach vorne geschlagen, von wo sie postwendend wieder zurückkamen.

Auch die Einwechslungen von Stefan Göbel, Dominik Wieser und Nico Unseld konnten die Wende nicht mehr herbei führen. Was im Gegensatz zur Vorstellung gegen Beuren nicht abgesprochen werden kann war die Laufbereitschaft und der Einsatz. So quälte sich z.B. David Schmitt trotz anhaltender Magen-Darm-Probleme 55 Minuten lang und versuchte sein Bestes zu geben. Doch wie bereits erwähnt fehlt es beim SVI derzeit hauptsächlich am erfolgreichen Abschluß. Denn bis zum gegnerischen 16er spielt man eigentlich nicht schlecht, aber danach hat man Probleme, diesen Schwung auch in den gegnerischen 16er hinein und erfolgreich zum Abschluß zu bringen.

Nach wie vor gilt aber, dass sich der SVI weit unter Wert verkauft und nicht sein eigentlich vorhandenes Potential abrufen kann. Dies scheint insbesondere eine Kopfsache zu sein. Wenn die Mannschaft wieder in die Spur kommt, dann wird es für die meisten Gegner sehr schwer werden, gegen einen SVI zu bestehen. Und diese Zeit wird sicherlich wieder kommen!

Der SVI spielte wie folgt:

Bleyer, Brendle, Kaplan, Daikeler, J. Unseld, Hahn, Köhler (76. Wieser), Saverino (73. Saverino), D. Schmitt (54. Göbel), Schwaninger, Princz