9. Spieltag: Esperia Neu-Ulm - SVI 5:2 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 03. Oktober 2012 um 19:33 Uhr

9. Spieltag, 03.10.12

Esperia Neu-Ulm - SVI 5:2 (4:1)


Der SVI setzte die ersten Akzente in dieser Partie. Bereits in der 8. Minute wurde dies belohnt, als David Schmitt nach herrlich Zuspiel von Yakub Taskaya zum 1:0 traf. Doch quasi im Gegenzug glich Esperia aus. Ausgang war ein Ballverlust im Mittelfeld. Die Hausherren spielten schnellen Offensivfußball, vor allem, wenn man ihnen die Räume ließ. Und davon bekamen sie leider zuviel. In der 27. Min. ging das noch gut, als Esperia über drei Stationen frei vor dem Tor erschien, der Abschluß aber zum Glück ans Außennetz ging. Es dauerte bis zur 29. Min., ehe der SVI wieder einmal gefährlich vor dem Esperia-Tor auftauchte, nachdem Daikeler zur Außenlinie zog, de Ball quer auf Saverino spielte, dieser aber mit seinem Absatzkick am Torhüter scheiterte. Esperia nutzte ihre Chancen dagegen konsequent. Was der SVI ab der 32. Min. erleben mußte machte an diesem Tag den Unterschied. Innerhalb von nur 5 Minuten machte Esperia aus dem 1:1 ein 4:1! Der SVI wußte in dieser Zeit gar nicht, wie ihm geschah und wirkte total überfordert. Die Zuordnung und völlig verloren wurde man regelrecht vorgeführt und hatte zu diesem Zeitpunkt die Partie quasi schon verloren. Beim 2:1 kam der Ball über die Linke Seite quer durch den 16er auf den langen Pfosten, wo ein Esperia-Stürmer hineinspritzte und die Führung erzielte. Das 3:1 resultierte aus einem Foulelfmeter in der 33. Min., verursacht von TW Bleyer, während beim 4:1 in der 36. Min. mit einem langen Ball die gesamte aufgerückte Abwehr ausgehebelt wurde und der Esperiaspieler den Ball über Torhüter Bleyer zum 4:1 versenkte. Der SVI schien nun in eine Schockstarre zu verfallen, denn damit war nicht unbedingt zur rechnen nach dem verheißungsvollen Beginn.

Nach dem Wechsel dasselbe Bild, Der SVI bemüht, aber in der Spielweise zu kompliziert. Was dem SVI an diesem Tag deutlich fehlte, hätte er sich von Esperia abschauen können. Während diese nicht lange fackelten und den schnellen Abschluß suchten, vertendelte sich der SVI immer wieder in seinen Aktionen oder legte den Ball noch einmal quer auf, der dann abgefangen werden konnte. Esperia tat bei diesem Spielstand nur das Nötigste und konnte beruhigt abwarten, während dem SVI nichts einfiel. Taktisch diszipliniert spulten die Hausherren ihr Programm herunter und führten dem SVI eigentlich klar vor Augen, wie es geht, wenn man in dieser Liga erfolgreich sein möchte.  Es benötigte schon einen Handelfmeter in der 84. Min., der von dem mittlerweile eingewechselten Ümüt Dirican sicher verwandelt wurde. Viel Zeit blieb nicht mehr, aber der SVI versuchte nun doch, aggressiver nach vorne zu spielen. Und plötzlich ergaben sich mehr Chancen für den SVI. Nur zwei Minuten nach dem Anschlußtreffer köpfte Dirican nach einer Ecke freistehend knapp neben das Tor. Ein dicker Patzer in der Nachspielzeit durch Niko Unseld nutzte Esperia dann zum 5:2 Endstand. Ein verdienter Sieg, wenn man die Spielweise von Esperia vergleicht. Dem SVI fehlt einfach noch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, um auch in einer Partie gegen eine Spitzenmannschaft mithalten zu können.


Der SVI spielte wie folgt:

Bleyer, Daikeler (74. Spitz), Brendle (46. Dirican), Schwaninger (55. Göbel), J. Unseld, N. Unseld, M. Schmitt, D. Schmitt, Heß, Taskaya, Saverino



Reserve Esperia Neu-Ulm - SVI 6:0 (1:0)


Ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten. Denn der SVI hätte klar in Führung liegen müssen. Doch erneut wurden dickste Chancen nicht genutzt. Aufgrund der langen Kranken- u. Verletztenliste mußte man mit einer Notelf auflaufen, die gerade aus 11 Spielern bestand. Selbst Trainer Herbert Sandner stellte sich zur Verfügung. Esperia hingegen nutzte die erste klare Chance in der 30. Min. zur Führung. Kurz nach der Halbzeitpause mußte die Reserve dann in Unterzahl über die Runden kommen, nachdem Alex Bausch nach einem Schuß in den Unterleib verletzt aufgeben mußte. Dies nutzten die Hausherren. Nach und nach bauten sie die Führung bis zum 6:0 Endstand aus.

Trotzdem muß man den Spielern des SVI für die disziplinierte Leistung und den kämpferischen Einsatz loben. Jeder kämpfte für den anderen, trotz deutlicher Unterlegenheit. Dies war nicht immer so.


Die Reserve spielte wie folgt:

Schaukal, Schädle, Hilberth, Sandner, Kaplan, Bausch, Aksu, Kocak, Schmaeling, Uysal, Kopp

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. Oktober 2012 um 19:42 Uhr