Aus in der Vorrunde für die E-Junioren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sandra Hieber   
Sonntag, den 15. Januar 2012 um 22:37 Uhr

Am 14.01. stand das regionale Qualifikationsturnier für das Mini Masters des TSV Neu-Ulm an. Ähnlich wie der U11-Eurocup des SV Oberelchingen ist das Mini Masters ein internationales, hochkarätig besetztes E-Junioren-Turnier. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein Hallen-, sondern um ein Feldturnier. Diese regionale Qualifikation wird über zwei Tage ausgespielt, und wir waren zusammen mit 19 anderen Mannschaften am ersten Tag dran.

Schon ein Blick im voraus auf den Spielplan zeigte, dass ein harter Tag vor der Mannschaft liegen sollte. Nicht nur, dass wir neben dem TSV Pfuhl mit dem FV Weißenhorn und dem FV Senden auf alte Bekannte treffen würden, sondern durch die schiere Größe des Turniers würden lange Wartezeiten von bis zu 2,5 Stunden zwischen den Spielen zu überbrücken sein.

Zuerst trafen wir auf Pfuhl. Im Gegensatz zum letzten Turnier waren die Jungs von Anfang an hellwach und konzentriert bei der Sache. Wir hatten die Pfuhler weitgehend im Griff, und Niklas erzielte schon in der Anfangsphase das 1:0. Auch das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten, und wieder war Niklas der Torschütze. Spielerisch war es noch nicht optimal, aber der Einsatz stimmte auf jeden Fall. Der TSV Pfuhl kam zwar hin und wieder in unsere Hälfte und konnte auch den Anschlusstreffer erzielen, aber die Mannschaft ließ sich die drei Punkte nicht mehr nehmen und ging verdient als Sieger vom Feld. Das war auch psychologisch wichtig, denn die „dicken Brocken" kamen jetzt erst noch, und mit einem Auftaktsieg ist das Selbstbewusstsein doch ein anderes.

Dann stand uns der FV Senden gegenüber. Auf diese Mannschaft waren wir in der Hallenspielzeit schon öfters getroffen, und hatten uns teilweise sehr schwer getan. Die Sendener sind spielerisch nicht besser als wir, waren in den Zweikämpfen aber oft konsequenter und störten zudem gezielt unseren Spielaufbau. So wussten wir, worauf wir vorbereitet sein mussten, und zudem hatten wir uns bei jedem der Duelle gesteigert, so dass die Chancen nicht schlecht standen. Und die Jungs zeigten von Anfang an, dass sie nicht gewillt waren, als billiger Punktelieferant herzuhalten. Es entwickelte sich auf beiden Seiten ein offener Schlagabtausch. Wir gingen wieder durch ein Tor von Niklas in Führung, mussten aber kurz danach den Ausgleichstreffer hinnehmen. Die Partie war noch immer ausgeglichen mit leichten Vorteilen auf unserer Seite. Leider erzielte Senden dann auch noch das 2:1, doch wir gaben nicht auf. Immer wieder eroberten wir uns den Ball zurück, bauten Angriffe auf, hatten schöne Torraumszenen. Allein das Ergebnis blieb das Gleiche, und die Jungs waren trotz Zuspruchs von Eltern und Trainer geknickt, denn nun würde es schwer werden, unter die besten Drittplatzierten zu kommen, um die Finalrunde zu erreichen.

Das letzte Spiel bescherte uns dann auch mit dem FV Weißenhorn den schwersten Gegner. Die Weissenhorner haben sich nicht nur für den U11-Cup qualifiziert, sondern sind auch in der Bezirks-Hallenmeisterschaft immerhin bis in die vorletzte Runde gekommen. Doch auch in dieser Partie gingen unsere Jungs mit breitem Kreuz und ohne Angst an den Start, und hielten von Beginn an dagegen. Das war in der Vergangenheit manchmal der Fehler, dass unsere Spieler sich schon vor dem Spiel einschüchtern ließen. Heute jedoch war davon nichts zu spüren. Wir waren nicht nur Kanonenfutter, sondern wir hielten mit. Trotz aller Gegenwehr erzielte Weißenhorn das 1:0. Die Mannschaft verstärkte ihre Anstrengungen, kam immer wieder gefährlich vor das Weißenhorner Tor, aber der Ball wollte einfach nicht ins Netz. Dann erhöhte Weißenhorn auf 2:0, und noch immer gaben die Jungs nicht auf und versuchte alles, um noch mal heranzukommen und eventuell sogar den Ausgleich zu schaffen. Es war ein sehr schnelles, enorm spannendes Spiel, das vor allem kämpferisch auf hohem Niveau war und auch den Eltern nervlich alles abverlangte. Waren wir in Oberelchingen noch chancenlos gewesen, so hätte sich unsere Mannschaft allein durch ihre Moral und ihr Auftreten ein besseres Ergebnis verdient, aber es hat nicht sollen sein.

So schieden wir nach der Vorrunde aus, denn um zu den beiden besten Gruppendritten zu gehören, hätten wir gegen Senden oder Weißenhorn ein Unentschieden erreichen müssen. Letztendlich hat uns also ein Tor gefehlt. Dementsprechend war auch die Laune der Spieler, und es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatten. Da half auch das Kompliment aus Senden nicht viel („Es wird von Mal zu Mal schwieriger, gegen Euch zu spielen, und eigentlich hätte das Spiel zu Euren Gunsten ausgehen müssen")

Lasst die Köpfe nicht hängen, Ihr habt Euch super präsentiert und alles gezeigt, was man erwarten konnte - wir sind sehr stolz auch Euch!!!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Februar 2012 um 09:03 Uhr