23.10.11: Ataspor Neu-Ulm - SVI 1:4 (1:3) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 20:55 Uhr

12. Spieltag, 23.10.11

Ataspor Neu-Ulm - SVI 1:4 (1:3)


Der SVI wollte als Favorit dieser Begegnung beim Tabellenletzten sein mageres Punktekonto weiter aufstocken und ging entsprechend engagiert in die Partie. Auf dem herrlich zu bespielenden Kunstrasenplatz kam der SVI dann auch schnell zur Sache. Bereits in der 3. Min. ging der SVI in Führung, als Petrit Ibrahimi auf Zuspiel von David Schmitt im 16er zum 1:0 abschloß. Nur eine Minute später gings schon wieder in Richtung Ataspor-Tor, Erneut kam das Zuspiel von D. Schmitt - diesmal auf Julian Unseld, dessen Schuß jedoch abgefangen werden konnte. Der Nachschuß ging knapp am Tor vorbei. In der 9. Min. dann das 2:0, nachdem Simon Hahn auf Tim Spitz spielte, dieser sich über die linke Seite durchsetzte und den Ball überlegt ins lange Eck schoß. Jetzt schien alles den gewünschten Verlauf zu nehmen. Doch unerklärlicher Weise spielte der SVI nun zurückhaltend und ließ den Hausherren jede Menge Freiraum, vor allem im Mittelfeld. Dass Ataspor auch durchaus in der Lage ist, dagegen zu halten, zeigten sie nun, denn sie hatten durchaus auch gefährliche und schnelle Stürmer in den eigenen Reihen. Die Quittung für das zurückhaltende Spiel bekam der SVI prompt in der 16. Min., als Ataspor die Gelegenheit nutzte und mit einem Distanzschuß flach ins rechte Eck den Anschlußtreffer erzielte. Die Partie schien nun frühzeitig zu kippen. In der 24. Min. hatte Ataspor sogar den Ausgleich auf dem Fuß, als nach einem Fehler von Serge Ahrens der Stürmer plötzlich allein vor TW Schaukal auftauchte, dieser jedoch den Ball neben das Tor setzte. Nun häuften sich die Chancen für Ataspor fast im Minutentakt. Der SVI sah hilflos zu, wie sich die Hausherren eine Möglichkeit nach der anderen erspielten. Erst in der 33. Min. konnte der SVI auch wieder einen gefährlichen Angriff setzen.

In der 35. Min. bekam der SVI die Chance zum 3:1, als Hahn in den 16 eindrang und nur per Foulspiel gestoppt werden konnte. Den fälligen 11er verwandelte Markus Schmitt sicher. Dieser erneute 2-Torevorsprung sollte eigentlich wieder die nötige Sicherheit bringen, doch weit gefehlt. Ataspor erkannte die Schwächen des SVI und kämpfte verbissen. Und sie bekamen immer wieder gute Möglichkeiten, insbesondere nach unnötigen Ballverlusten des SVI im Mittelfeld. Nur zwei Minuten nach dem Elfmeter tauchten sie wieder gefährlich vor dem SVI-Tor auf. Der SVI konnte von Glück sagen, dass Ataspor ebenso fahrlässig mit den Torchancen umging.

In der Halbzeitpause warnte Trainer Sandner seine Mannschaft dann eindringlich, den Gegner zu unterschätzen. Doch auch nach dem Wechsel gelang es dem SVI nicht, wieder eindeutig Herr der Lage zu werden. In der 50. Min. hatte Ataspor wieder eine Rießenchance, als deren Rechtsaußen am 11-Meter-Punkt freistehend nach einem Freistoß mit einem Seitfallzieher SVI-Keeper Schaukal zu einer Glanzreaktion zwang. Wer weiß, wie die Partie sich entwickelt hätte, wenn den Gästen zu diesem Zeitpunkt der Anschlußtreffer gelungen wäre. So rappelte sich der SVI langsam wieder auf und erspielte sich wieder Torchancen. Den Hausherren schwanden auch langsam die Kräfte. In der 55. Min. scheiterte der mittlerweile eingewechselte Steffen Seewald mit einem Direktschuß knapp. Kurz darauf bekam Steffen Brendle eine Einschußmöglichkeit, als er nach Ballgewinn im Mittelfeld einen Sololauf startete. Sein Abschluß ging jedoch vorbei. Jetzt lief der Ball wieder besser in den eigenen Reihen und die Chancen häuften sich nun. In der 62. Min. hatte Tim Spitz, der eine durchaus ansehnliche Leistung zeigte, nach einem tollen Zuspiel von Seewald das 4:1 auf dem Fuß, scheiterte aber ebenfalls. Nur noch gelegentlich kam Ataspor noch gefährlich in die Nähe des SVI-Tors. Dafür häuften sich nun die Tormöglichkeiten für den SVI. Und dabei zeigte sich auch das aktuelle Manko der Mannschaft: man spielt sich reihenweise gute Möglichkeiten heraus, aber scheitert dann teilweise kläglich im Abschluß. Vorallem in den letzten 15 Minuten der Partie war dies deutlich zu erkennen. Ataspor war in der Abwehr hoffnungslos überfordert, doch der SVI verstand es nicht, die ihm gebotenen Chancen clever zu verwerten. Sowohl Nico Unseld mit seinem Schuß aus 16 Metern (75.), Petrit Ibrahimi per Lattenschuß (77.) als auch Tim Spitz nach tollem Kombinationsspiel (78.) brachten es nicht fertig, das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

Erst in der 86. Min. fiel das längst fällige 4:1, als Markus Schmitt auf Florian Schwaninger paßt und dieser den Ball endlich im Ataspor-Gehäuse unterbringen kann. Die letzte Möglichkeit hatte Markus Schmitt in der Nachspielzeit, doch auch sein Abschluß ging knapp am Pfosten vorbei ins Toraus.

So gewann man zwar und holte sich drei wichtige Punkte, aber andere Gegner bestrafen solch ein fahrlässiges Umgehen mit Torchancen.


Der SVI spielte wie folgt:

Schaukal, Ahrens, Kaplan, Brenlde, J. Unseld (70. Ketzer), Hahn (44. Schwaninger), M. Schmitt, D. Schmitt (54. Seewald), Spitz, N. Unseld, Ibrahimi

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. November 2011 um 19:17 Uhr