17.04.11: Türkspor Illertissen - SVI 1:3 (1:1) PDF Drucken E-Mail
Montag, den 18. April 2011 um 06:50 Uhr

20. Spieltag, 17.04.11

Türkspor Illertissen - SVI 1:3 (1:1)

 

Man durfte gespannt sein, wie die Mannschaft nach dem tollen Nachholspiel unter der Woche in Regglisweiler reagierte. Vorweg - es war das fast zu erwartende zerfahrene Spiel. Aufregung gab es schon vor dem Spielbeginn, da Schiedsrichter Mayer es zuließ, dass der Türkspor Torhüter komplett in den selben Farben spielte wie seine Mannschaftskollegen. Insofern war er überhaupt nicht zu unterscheiden. Gottseidank gab es diesbezüglich keine Problementscheidungen.
Der SVI mußte auch erst einmal in der 2. Min. wachgerüttelt werden, als Illertissen nach hoher Hereingabe per Kopfball zur ersten gefährlichen Torchance kam. Dann bekam der SVI die Partie langsam in den Griff. Vor allem mit Standards kamen beide Mannschaften zu den gefährlichsten Torchancen. Zwei Freistöße von S. Wedemeyer verfehlten knapp das Gehäuse. David Schmitts Sololauf und dessen Abschluß in der 15. Min. wurde leider nicht mit einem Tor belohnt, da sein Abschluß knapp am Kreuzeck vorbei ging. Das Türkspor nicht zu unterschätzen war zeigte sich vorallem nach Eckbällen, aus denen sich immer gefährliche Situationen für die kopfballstarken Stürmern vor dem SVI-Tor entwickelten. Doch offenbar ist das Glück zum SVI zurückgekehrt.
Das 1:0 für Illerzell dann in der 23. Min. nach einem schnellen Angriff, als der Ball halblinks zu D. Schmitt kam und dieser seine Gegenspieler stehen ließ und nicht lange fackelte. Diesesmal paßte sein Abschluß und brachte sein Team verdient in Führung. Nun verlagerte sich die Partie immer mehr in die Hälfte von Türkspor. Doch man fand kein Mittel, den Sack frühzeitig zu schließen. Komischerweise verflachte das Spiel nun wieder, weil der SVI zu wenig tat. Es fehlte einfach der letzte Biss. Die letzte Aktion vor der Halbzeit brachte den Hausherren dann den Ausgleich. Nach einem Eckball kam Illertissens Arosa fast unbedrängt zum Kopfball und ließ TW Bleyer keine Abwehrchance. Ein ärgerliches Gegentor, dass durchaus zu verhindern gewesen wäre.
Zu Beginn der 2. Halbzeit mußte Spielführer Julian Unseld verletzungsbedingt aufgeben und wurde durch Daniel Nothelfer ersetzt. Und es begann nicht gerade ermutend. Man hielt einfach nicht energisch dagegen und baute den eigentlich harmlosen Gegner damit auf. Man paßte sich schlichtweg dem schwachen Niveau an.
Der erste gefährliche Angriff des SVI fand erst in der 71. Min. statt, als D. Schmitt über links durchging, in die Mitte auflegte, wo Manuel Piekenbrinks Abschluß abgefälscht knapp das Kreuzeck verfehlte. In der 73. Min. dann doch die erneute Führung für die Blau-Weißen. Der mittlerweile für Ibrahimi eingewechselte Harry Wedemeyer flankte von links auf den langen Pfosten, wo Stephan Wedemeyer goldrichtig stand und per Kopf zum 2:1 vollendete. Der Ball ging zwar knapp hinter die Linie, doch der gut postierte Schiedsrichter erkannte sofort auf Tor. Allerdings war die Partie damit noch längst nicht gelaufen. Die Hauherren legten nun doch eine ruppigere Gangart ein. Auch verbal gab es einige Entgleisungen. Eine böse Attacke von hinten gegen Seewald, die eigentlich nur mit Rot zu ahnden war, blieb ebenso straffrei wie Beleidigungen gegen SVI-Spieler, die vom Schiedsrichter auch wahrgenommen wurden. Vielleicht war es so auch die bessere Entscheidung, um Schlimmeres zu verhindern.
Die Strafe folgte dann unmittelbar vor dem Spielende. Aus einer eigentlich unmöglichen Entfernung (kurz hinter der Mittellinie) schoß S. Wedemeyer einen Freistoß hoch direkt auf das Gehäuse und ließ den etwas überheblichen Türkspor-Keeper ganz schlecht aussehen, als dieser den Ball zwischen den Händen durch zum 3:1 Endstand ins Netz fallen ließ. Damit war die Partie endgültig gelaufen.
Alles in Allem ein verdienter Sieg, Dank der Disziplin der Mannschaft und dem Glauben, auch diese Partie gewinnen zu können. Vor drei Wochen wäre dieses Spiel sicherlich anders ausgegangen.

Der SVI spielte wie folgt:
Bleyer, Hahn, Seewald, Wolf, Ahrens, Unseld (46. Nothelfer), Brendle, D. Schmitt, Ibrahimi (65. H. Wedemeyer), S. Wedemeyer, Piekenbrink (86. Müller)


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. April 2011 um 07:55 Uhr