12.04.11 TSV Regglisweiler II - SVI 3:6 (2:1) PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 13. April 2011 um 17:38 Uhr

Nachholspiel v. 15. Spieltag, 12.04.11

TSV Regglisweiler II - SVI 3:6 (2:1)

Sensationell, was der SVI am Dienstagabend im Nachholspiel beim TSV Regglisweiler II den wenigen Zuschauern bot. Wer nicht kam, hat eine überragend gespielte Partie des SVI verpaßt, die zumindest an diesem Abend alle bisherigen Trauerspiele vergessen ließ.

Ohne Respekt ging der SVI gegen den leicht verstärkten TSV in die Partie. Die Hausherren hatten nach vier Minuten bereits die erste Chance. Doch wie gewohnt starte der SVI angriffslustig in die Partie und versteckte sich keinesfalls. Schon in der 7. Min. hätte man in Führung gehen können, als ein Abschluß von Petrit Ibrahimi dem TSV-Keeper zwischen den Beinen durchrutschte, dann aber am Pfosten hängen blieb. Nur zwei Minuten später war Ibrahimi auf der linken Seite fast an seinem Gegenspieler vorbeigezogen, als dieser in zu Fall brachte. Den Freistoß trat S. Wedemeyer scharf auf das lange Toreck, wo Julian Unseld von hinten angeprescht kam und zur 1:0-Führung einschoß. Der TSV vergab seine durchaus vorhandenen Torchancen bis dahin zum Glück. Man sah, dass der eine oder andere Spieler läuferisch überlegen und der gewisse Klassenunterschied zu erkennen war. Der Ausgleich fiel in der 18. Min. nach einem unhaltbar abgefälschten Schuß von Gabor Juhasz. Der SVI ließ sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen. Was die Mannschaft bis dahin läuferisch und kämpferisch bot, ließ Hoffnung aufkommen. Insbesondere herrschte eine im diesen Jahr noch nicht zu sehende Disziplin auf dem Platz. Trotzdem gingen die Hausherren in der 23. Min. nach einem schnell vorgetragenen Gegenstoß in Führung. Der SVI hielt jedoch weiter dagegen und überließ den Hausherren keinen Zentimeter Platz.

Nach dem Wechsel war man weiterhin fest davon überzeugt, dass diesmal mehr drin war als in den Spielen zuvor. Allerdings hatte erst einmal der TSV zwei Großchancen, die man aber schadlos überstand. In der 57. Min. fiel dann aber doch das 3:1. Jetzt sanken die Aktien für den SVI in den Keller - dachte man. Doch ab jetzt mußten sich manche die Augen reiben, denn der SVI bließ nun zur Aufholjagd, wie man es selten zu sehen bekam. Nur drei Minuten nach dem 3:1-Treffer gab S. Wedemeyer mit einem direkt verwandelten Freistoß aus halbrechter Position den Startschuß. Man war wieder dran. Die Mannschaft glaubte an sich und kämpfte verbissen. In der 67. Min. leistete Manuel Piekenbrink die Vorarbeit zum 3:3 Ausgleichstreffer, als er den Ball vors Tor flankte und S. Wedemeyer den Ball direkt abnahm und in die Maschen drosch. Jetzt war der SVI nicht mehr zu bremsen. Wie im Rausch spielte die Mannschaft. Und ab jetzt ging es Schlag auf Schlag. in der 70. Min. köpfte D. Schmitt einen von Wedemeyer getretenen Eckball zum 4:3 ins Tor. Und wiederum nur zwei Minuten später der große Auftritt von Simon "Messi" Hahn, der von der Mittellinie über die linke Seite zu einem Sololauf ansetzte, seine Gegenspieler abschüttelte und dann noch den Ball mit Gefühl am herausstürzenden TSV-Keeper zum 5:3 vorbei schlenzte. Nun brachen alle Dämme, denn damit hatte niemand nur annähernd gerechnet. In 12 Minuten machte der SVI aus einem 1:3 ein 5:3. Diese Aufholjagd hatte natürlich viel Kraft gekostet. Deshalb durften Hahn und Ibrahimi in der 75. Min. vom Platz und wurden von Müller und Köse ersetzt. Gerade Petrit Ibrahimi zeigte sein bestes Spiel im Trikot des SVI und war nicht mehr wieder zu erkennen.

Die Schlußoffensive des TSV konnte der SVI problemlos abblocken. Offenbar waren die Hausherren beeindruckt von der Illerzeller Vorstellung. Den Schlußpunkt setzte die Mannschaft dann in der Nachspielzeit, als S. Wedemeyer nach einem Ballverlust des TSV im Mittelfeld allein über rechts in Richtung Tor marschierte und dann uneigennützig auf den mitgelaufenen Ersin Köse auflegte, der sich dafür mit dem 6:3 bedankte. Hätte Coach Wedemeyer den Treffer selbst markiert, wäre er am bisherigen Torschützenkönig Printz (Illerberg) vorbeigezogen und hätte die Führung übernommen.

Unbeschreiblicher Jubel kurz darauf, als der Schiedsrichter die Partie beendete. Manch Spieler hatte sich offenbar so in Trance gespielt, dass man nicht einmal den Endstand wußte. Jedem, der an diesem Tag das Trikot des SVI trug, muß man eine glänzende Leistung attestieren. Insbesornder wurde gezeigt, dass die Moral der Truppe trotz der vorangegangenen negativen Serie nicht verloren ging.

Hoffentlich kommt am nächsten Spieltag nicht wieder der tiefe Fall.

 

Der SVI spielte wie folgt:

Bleyer, Hahn (75. Müller), Seewald, Wolf, Nothelfer, Unseld, D. Schmitt, Brendle (62. Ahrens), Ibrahimi (75. Köse), S. Wedemeyer, Piekenbrink




 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 18:18 Uhr