10.10.10: Weißenhorn 2000 - SVI 1:10 (1:3) PDF Drucken E-Mail
Montag, den 11. Oktober 2010 um 17:27 Uhr

8. Spieltag 10.10.10

FC Weißenhorn 2000 -SVI 1:10 (1:3)


Trainer St. Wedemeyer schwor seine Männer vor dem Spiel nochmals auf die Partie gg. den Tabellenletzten ein. Entsprechend ging das Team auch in das Spiel. Es waren gerade zwei Minuten gespielt, als der erste Angriff bereits sein Ziel fand. Harry Wedemeyer ging über rechts nach Zuspiel seines Filius durch und schoß den Ball zur schnellen 1:0 Führung ins Netz. Schnell wurde deutlich, daß der Tabellenletzte heute wohl auf Schadensbegrenzung aus sein dürfte, denn spielerisch hatte der FC nichts entgegen zu setzen. Das 2:0 in der 9. Min. ging von Gabriel Saule aus, der wie zuvor H. Wedemeyer über rechts durchbrach. Sein scharfer Schuß vor das Tor wurde dann von einem Weißenhorner selbst ins Tor bugsiert. Zwei Minuten später machte es G. Saule dann aber selbst, als er nach einem Eckball von St. Wedemeyer per Kopf zum 3:0 vollendete. Das roch nun deutlich nach einem Schützenfest. Doch der SVI schien sich wohl zu sicher und begann nun leichtfertig mit den vorhandenen Chancen umzugehen. Die Hausherren wehrten sich so gut es ging. Vor allem der Torhüter von Weißenhorn konnte sich das eine oder andere Mal in Szene setzen.

Unerklärlich, wie man sich dann das 3:1 in der 26. Min. einfing. Ein Eckball kam an den langen Pfosten, wo ein Weißenhorner völlig ungedeckt den Ball vor die Füße bekam und problemlos zum Anschlußtreffer einschießen konnte. Von Zuordnung war in dieser Szene nichts zu sehen. Offenbar fühlte man sich zu sicher und nahm den Gegner überhaupt nicht mehr ernst. Bei manchen Fan kamen Gedanken an die letztjährige Partie auf, wo der SVI ebenfalls mit 3:0 führte und sich zum Schluß mit einem 3:2 begnügen mußte. Denn plötzlich war der Faden beim SVI gerissen. Verunsicherung, Ballverluste, Torchancen für Weißenhorn waren die Folge. Das Mittelfeld wies immer wieder Lücken auf, was dem Gegner in die Karten spielte. So tat man sich bis zur Halbzeit schwer, konnte aber einen weiteren Treffer verhindern. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zeigte der SR einem Weißenhorner Spieler die Rote Karte wegen SR-Beleidigung.

In der Halbzeit forderte der SVI-Coach dann sein Spieler auf, wieder konzentriert zur Sache zu gehen, zumal man nun in Überzahl war und die Kräfte des Gegners bereits zu schwinden begannen. Wichtig war vor allem ein früher Treffer. Das setze die Mannschaft dann auch sofort um. Bereits nach 30 Sekunden lag der Ball im Netz des Gegners. Ein Distanzschuß von S. Wedemeyer konnte der TW nur nach vorne abklatschen, wo Daniel Gerst im Nachsetzen das geforderte 4:1 erzielte. Das 5:1 durch  Saule in der 54. Min. war dann die Erlösung aus Sicht des SVI, denn mit seinem trockenen, unhaltbaren Schuß aus über 16 Metern war die Gegenwehr der Weißenhorner endgültig gebrochen. Das 6:1 in der 60. Min. war erneut eine familieninterne Angelegenheit, als St. Wedemeyer auf Harry Wedemeyer querpaßte, der frei zum Einschuß kam und sicher vollendete.

Jetzt fielen die Tore fast im Minutentakt. Auf Zuspiel von R. Liebl schoß St. Wedemeyer nur 90 Sekunden später zum 7:1 ein. Weiter gings in der 67. Min., als M. Hausladen den Ball im 16er zu D. Gerst weiterleitete, der aus der Drehung heraus zum 8:1 einschoß. Für den SVI galt es nun, weiter den Druck gegen den Gegner aufrecht zu erhalten, um etwas fürs Torverhältnis zu tun.

Das 9:1 in der 78 Min. resultierte aus einem schnellen Konter über M. Piekenbrink, der den Ball auf D. Gerst zuspielte, welcher seinen 3. Treffer erzielte. Die Hausherren hingegen waren nun eher darauf aus, ihren Frust an den Spielern des SVI herauszulassen. Die Folge war, dass nach einem rüden Foul erneut ein Weißenhorner mit Rot vom Platz mußte. Doch anstatt zu sehen, die Partie ordentlich und fair zu beenden, verlor manch einer der Gastgeber nicht nur die Kontrolle über das Spiel, sondern auch über sich selbst. So mußte man nun um die Gesundheit fürchten. Gut, dass der SR dies zu verhindern wußte und konsequent durchgriff. Der SVI blieb besonnen und strafte dies mit Toren. Den Schlußpunkt setzte S. Wedemeyer in der 83. Min. zum 10:1, als er über rechts von F. Sgroi angespielt wurde und problemlos einschoß.

Jetzt brachen offenbar die Dämme bei den Weißenhornern. Zwei Gelb/Rote Karten, sowie eine Rote Karte für den Torhüter nach einem unsportlichen Verhalten waren der unrühmliche Höhepunkt. Die Partie drohte zu eskalieren und stand kurz vor dem Abbruch. Doch die Besonnenheit der SVI-Spieler sowie des SR führte dazu, dass man die Partie schlußendlich doch noch nach 90 Min. beenden konnte. Um weitere Eskalationen zu verhindern verzichtete der SVI sogar auf weitere Angriffe gegen die verbliebenen sechs Spieler aus Weißenhorn, wobei der SR auch auf eine durchaus berechtigte Nachspielzeit verzichtete.

 

Der SVI spielte wie folgt:

Bleyer, Hausladen, D. Schmitt, Liebl, Nothelfer, Unseld (55. Adam), Saule, M. Schmitt (62. Sgroi), Gerst, S. Wedemeyer, H. Wedemeyer (62. Piekenbrink)