22.08.10: SVI - TSV Regglisweiler II PDF Drucken E-Mail
Montag, den 23. August 2010 um 08:12 Uhr

1. Spieltag, 22.08.10

SVI - TSV Regglisweiler II 3:3 (2:1)

 

Nach dem enttäuschenden Auftritt im Pokalspiel gg. Nersingen hatte das Trainergespann Wedemeyer/Nothelfer deutliche Worte gesprochen. Und dies zeigte offensichtlich Wirkung. Denn der SVI zeigte von Beginn an gg. den nominell stark aufgestellten Gegner eine konzentrierte Leistung. So gab's von Beginn an einen Sturmlauf auf das Gästetor. Bereits nach fünf Minuten sah man den ersten gefährlichen Angriff, als Manuel Piekenbrink über die rechte Seite kam und von der Torauslinie herrlich auf Stephan Wedemeyer auflegte, dessen Direktschutz knapp über's linke Kreuzeck strich. Und der SVI blieb weiter am Drücker. In der 8. Min. erneut eine Chance für den SVI, als Markus Schmitt einen lang gezogenen Freistoß von St. Wedemeyer unbedrängt nur knapp verpaßte. Drei Minuten machte er es dann aber besser, als er eine Diagonalflanke in den Lauf gespielt bekam, seinen Gegner stehen ließ und aus halblinker Position den Ball ins lange Eck unhaltbar zur 1:0-Führung einschoß. Die war der verdiente Lohn für ein bis dahin engagiert und ballsicher geführtes Spiel. Die Gäste kamen nur gelegentlich in Tornähe, blieben dann aber relativ ungefährlich. In der 26. Min. wurde es dann doch brenzlig, als ein Gästestürmer über links in den 16er eindrang und an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde, wobei seine Flugeinlage doch schwalbenverdächtig aussah. Trotzdem entschied der Schiedsrichter auf 11m, den die Gäste sicher verwandelten, obwohl TW Dworatschek die Ecke ahnte und fast noch abwehren konnte. So gelang den Gästen der etwas schmeichelhafte 1:1 Ausgleich.
Wer nun glaubte, der SVI sei dadurch geschockt, sah sich eines Besseren belehrt. Weiterhin zeigte die Mannschaft eine tolle Leistung. Vor allem die Ballsicherheit, die in den letzten Spielen mehr als zu wünschen übrig ließ, war wieder vorhanden. Und der SVI antwortete genau richtig auf den Ausgleich. Denn nur fünf Minuten später führte man erneut. Nach herrlicher Vorarbeit von Daniel Gschwind, der einer der Leistungsträger an diesem Sonntag war, spielte dieser den Ball auf M. Piekenbrink, der sich energisch durchsetzte und mit einem satten Schuß aus spitzem Winkel zum 2:1 einschoß. Zeitweise sah man den Gästen nun schon an, dass sie wohl mehr als überrascht waren von der Vorstellung des SVI. Die letzten Minuten vor der Halbzeit hätte der SVI eigentlich die Partie vorzeitig entscheiden können, ja müssen. In der 39. Min. hatte Kapitän Julian Unseld das 3:1 auf dem Fuß, dessen Abschluß jedoch knapp am Pfosten vorbeistrich. So auch in der Schlußminute, als M. Schmitt scheiterte und unmittelbar darauf St. Wedemeyer, der erneut mit seinem Abschluß Pech hatte.
Die 2. Spielhälfte begann dann glücklich für den SVI, als die stürmisch beginnenden Gäste in der 49. nur die Latte trafen. Kurzzeitig verlor der SVI seine Ballsicherheit. Doch die Mannschaft brachte sich eindrucksvoll wieder ins Spiel. In der 59. Min. konnte der SVI-Anhang erneut jubeln, als der immer für Unruhe sorgende M. Piekenbrink einen Konter zum 3:1 abschloß. Ausgehend von Simon Hahn kam der Ball zu St. Wedemeyer, der über die linke Seite davonzog und den Ball quer auf Piekenbrink auflegte, der den Ball aus vollem Lauf unter die Latte zimmerte. Aber wieder brachte man den eigentlich geschlagenen Gegner ins Spiel. Fünf Minuten waren vergangen, als TW Florian Dworatschek etwas übermotiviert aus seinem Kasten stürmte und den TSV-Stürmer elfmeterreif von den Beinen holte. Mit dem zweiten Strafstoßtor gelang den Gästen der 3:2 Anschluß in der 64. Min.
Jetzt mußte man Acht geben, das Spiel nicht noch aus der Hand zu geben. Zwar hatte man weiterhin die größeren Spielanteile, doch langsam schwanden die Kräfte. Einen kleinen Knick gab es nach der Auswechslung von D. Gschwind in der 65. Min. Sein Fehlen machte sich im Mittelfeld mit der Zeit bemerkbar.
In der 75. Min. wäre es dann fast passiert, als nach einer nicht geahndeten Abseitsstellung die Gäste den Ball knapp neben den Pfosten setzten. Doch der SVI hatte nach wie vor die Möglichkeit, den Schlußpunkt zu setzten und das entscheidende 4:2 zu erzielen. So vergab in der 79. Min. der eingewechselte Tobias Lerner freistehend aus 10 m. Noch krasser war die vergebene Chance in der 84. Min., als M. Piekenbrink und Robert Liebl quasi allein vor dem Tor standen, das Querspiel von Piekenbrink auf seinen mitgelaufenen Mitspielers jedoch zu lasch war, so dass ein Abwehrspieler gerade noch dazwischen gehen konnte. Hier wäre ein direkter Abschluß vielleicht vielversprechender gewesen. Als dann Jochen Adam über die linke Seite davonzog und mit seinem Abschluß aus vollem Lauf dem Gäste-Torhüter enorme Schwierigkeiten bereitete, der den Ball gerade noch über die Latte ablenken konnte, mußte man nun wirklich um den Sieg zittern, denn wenn so viele klare Torchancen nicht genutzt werden, hat dies meist böse Konsequenzen.
In der letzten Minute sah dann der TSV-Spieler Gabor Juhasz nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Jetzt hätte man die Zeit nur noch herunterspielen müssen. Doch anstatt die Bälle von hinten nach der Methode "nicht schön - aber effektiv" nach vorne zu hauen, spielte man den Ball dem Gegner vor die Füße. Und in der 90. Min. gab's dafür die Höchststrafe, denn den Gästen gelang nun in Unterzahl der 3:3 Ausgleich. Kurz darauf mußte ein weitere Gästespieler wegen Spielerbeleidigung sogar noch mit glatt Rot vom Platz.
Mit der Leistung ansich mußte man mehr als zufrieden sein. Man beherrschte die Gäste, brachte sie aber mit zwei Foulelfmetern immer wieder in die Partie. Klare Torchancen konnten sie sich gegen den SVI so gut wie nicht herausspielen. Dies kann aber nicht darüber hinwegtrösten, dass man zwei Punkte wirklich unnötigerweise verschenkte. Doch mit der Art und Weise, wie das Team auftrat, braucht man sich keine grauen Haare wachsen lassen, wenn's nächste Woche zum Derby nach Illerberg geht. Trainer St. Wedemeyer u. sein Co-Trainer D. Nothelfer werden wissen, wo nachgebessert werden muß.
Der SVI spielte wie folgt:
Dworatschek, Seewald, D. Schmitt, Hahn (60. Lerner), Nothelfer, Unsel, Gschwind (65. Adam), M. Schmitt, Piekenbrink (88. Ahrens), Wedemeyer, Liebl
 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. August 2010 um 14:41 Uhr