2. Spieltag SG - SV Grafertshofen 2:2 (0:2) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: PS   
Dienstag, den 28. August 2018 um 09:32 Uhr

2.Spieltag, 26.08.18
SG Vöhringen-Illerzell – SV Grafertshofen 2:2 (0:2)


Das erste Heimspiel der Saison begann unter einem schlechten Stern, denn bereits nach vier Minu-ten verletzte sich Elias Schwaninger am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Trotzdem begann die SG leicht überlegen, hatte aber in der 9. Min. Glück, als nach einem Kopfball eines gegnerischen Stürmers dieser an die Latte prallte. Im Gegenzug hatte Lämmle seine Gegenspieler abgeschüttelt, sein Abschluß strich aber aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbei. Auch in der Folgezeit verstand es die SG den Ball zu halten und immer wieder gefährliche Situationen zu erspielen. So hatte Lämmle erneut eine Großchance in der 15. Min., die er ungenutzt ließ. Dies sollte sich auch schnell rächen, denn Grafertshofen agierte meist mit langen Bällen aus der eige-nen Hälfte heraus, die der SG-Abwehr oftmals große Probleme bereiteten. Mit einem solch langen Ball gelang den Gästen dann auch in der 30. Min. die Führung, wobei sich gleich drei Abwehr-wehrspieler vom Gästestürmer düpieren ließen und dieser zum 0:1 einschoss.
Die SG fand hingegen nicht das geeignete Mittel für einen gefährlichen Spielaufbau, während die neu formierte Mannschaft aus Grafertshofen befreit aufspielte und sich keinesfalls versteckte. Die SG versuchte zwar noch vor der Halbzeit den Ausgleich zu erzielen, hatte aber zu viele Ballverluste und agierte zu zurückhaltend. Grafertshofen hingegen spielte weiterhin abwartend. Ein erneut lang geschlagener Ball auf deren Stürmer führte dann auch zum nächsten Gegentreffer, als dieser allein Richtung SG-Tor marschierte und von Verteidiger Köhler im 16er nur durch ein Foul ge-stoppt werden konnte. Den fälligen 11-Meter verwandelte Grafertshofen dann sicher zur etwas überraschenden 0:2 Führung in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit.
Trainer Daikeler musste dann wieder deutliche Worte in der Pause an seine Männer richten, die das Spiel offenbar zu sehr auf die leichte Schulter genommen hatten nach dem Auftaktsieg in Bellen-berg. Denn nun war eine deutliche Leistungssteigerung nötig, um das Spiel noch zu drehen. Ent-sprechend ging die SG dann auch in die 2. Hälfte der Partie. In der 53. Min. gelang dann auch schnell der Anschlußtreffer, als nach Zuspiel von F. Schwaninger der Ball zu Nico Unseld kam, der mit einem satten Abschluß zum 1:2 einschoss. Durch aggressives Pressing zwang man nun den Gegner zu mehr Fehlern und hoffte nun auf die Wende. Doch trotzdem bekam Grafertshofen in der 58. Min. die Großchance die Führung erneut auszubauen, doch der Abschluß prallte zum Glück gegen das Kreuzeck. Die SG war nun konditionell überlegen, doch verstand es immer noch nicht, spielerisch zu überzeugen. Viel zu viel Ballverluste im Spielaufbau sorgten immer wieder für Ge-fahr. Grafertshofen versteifte sich nun auf eine verstärkte Abwehr und lauerte auf Konter.
Die letzten 15 Minuten waren dann ein einziger Sturmlauf der SG, ohne aber die nötigen gefährli-chen Akzente zu setzen, die zum Ausgleich hätten führen können. Nachdem mit der Einwechslung von Patrick Daikeler das Auswechselkontingent in der 78. Min. erschöpft war, blieb nur noch die Hoffnung auf die Chance zum Ausgleich. Ausgerechnet der eingewechselte Daikeler war es dann, der seinen Spielern zeigte, wie es geht, denn er tankte sich in der 87. Min. im 16er energisch durch und schob den Ball zum vielumjubelten Ausgleich ins Tor. Aufgrund der 2. Halbzeit sicherlich nicht unverdient, für die Gäste natürlich umso bitterer kurz vor dem Abpfiff.
So kam die SG gerade noch mit einem blauen Auge davon.

Die SG spielte in folgender Aufstellung:
Sießegger, Brendle, Köhler (85. Grandel), Ihle, E. Schwaninger (4. Schweimnitz), Lepple (83. Mang), Födisch, Lämmle (74. Daikeler), F. Schwaninger, N. Unseld, Heß


Reserve
SG Vöhringen-Illerzell – SV Grafertshofen 1:2 (0:1)


Die Reserve startete konzentriert in das Spiel. Doch ein völlig unnötiger Ballverlust im Mittelfeld führte in der 12. Min. bereits zum 0:1, wobei man dem Gast einfach zu viel Raum ließ. Nur drei Minuten später hätte man den Ausgleich erzielen können, als Princz auf Ullmann pa0te, der zwar am Torhüter vorbeikam, aber zu weit nach links abgedrängt wurde und aus spitzem Winkel und vollem Lauf nicht den nötigen Druck hinter den Ball bekam und diese Chance vergab. Glück hin-gegen in der 19. Min., als Grafertshofen die Lässigkeit der SG-Abwehr nicht ausnutzen konnte und den Ball aus fünf Metern über das Tor schoß. Im Gegenzug hatte die SG erneut den Ausgleich auf dem Fuß, als sich Princz bis zur Torauslinie durchkämpfte, den Ball dann aber nicht scharf genug zur Mitte auflegte, wo Spitz freie Bahn gehabt hätte, der Ball aber von einem Gegenspieler noch abgefangen werden konnte.
Die SG zeigte nicht die Leistung, die man eigentlich aufgrund der Aufstellung hätte erwarten kön-nen. Oft agierte man zu unkonzentriert. Gegen Ende der 1. Halbzeit häuften sich die Fehler sogar beängstigend, da es total am Spielverständnis untereinander fehlte. In der 39. Min. hatte man dann nochmals zwei sehr gute Chancen um zumindest den Ausgleich vor der Halbzeitpause zu erzielen, nutzte diese aber nicht. Und auch in der 42. Min., als Ullmann allein vor dem Gäste-Torhüter auftauchte, brachte man den Ball nicht im Tor unter.
Zu Beginn der 2. Hälfte sah es zunächst besser aus, denn die SG erspielte sich jetzt mehr Chancen und hatte leichte Feldvorteile. Es dauerte aber bis zur 63 Min. ehe Wolf endlich mit beherztem Einsatz der Ausgleich zum 1:1 gelang. Anstatt dies nun zu nutzen und das Spiel endgültig in die Hand zu bekommen, agierte man weiter zu hektisch und unkonzentriert. Man versäumte in der Folgezeit dann klarste Chancen zu nutzen und das Spiel zu drehen. Stattdessen geriet man in der 70. Min. erneut in Rückstand. Die Schlußphase verlief dann relativ hektisch. Anstatt alles daran zu setzen, erneut den Ausgleich zu erzielen, ging es mehr darum, Nicklichkeiten mit dem Gegner aus-zutauschen, dem dies natürlich Zeitgewinn brachte. So verlor man nicht unverdient, aber völlig unnötig dieses Spiel.

Die Reserve spielte in folgender Aufstellung:
Bleyer, Stadler (15. Hilberth), Stehle, Holderried, Popanda (23. Ludwig), Noack (25. Gessel), Spitz, Paduano (59. Paglialonga), Ullmann, Princz, Wolf

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. August 2018 um 09:34 Uhr