8. Spieltag: TSV Senden - SVI 2:0 (1:0) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: PS   
Montag, den 09. Oktober 2017 um 19:27 Uhr

8. Spieltag, 08.10.17
TSV Senden - SVI 2:0 (1:0)

Nach der enttäuschenden Vorstellung gegen den FV Senden II wollte der SVI gegen den selbsternannten Aufstiegsaspiranten zeigen, dass er auch anders kann. Und genauso ging man in dieses Spiel. Von Beginn an versuchte man den Gegner unter Druck zu setzen. Und schon nach fünf Minuten hätte man in Führung ge-hen können, als Böckeler von der Außenbahn kommend den Ball in die Mitte schlug, wo Schwaninger frei zum Abschluß kam, sein Schuß jedoch knapp am rechten Torpfosten vorbei strich. Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und kampfbetontes Spiel auf beiden Seiten, bei dem über die gesamte Spielzeit kein Leistungsunterschied zu erkennen war, wenn man die Tabellen-plätze beider Teams vergleicht.
Der erste gefährliche Angriff der Hausherren, die ebenfalls versuchten, durch blitzschnelle Konter über die Außenpositionen einen Konter zu setzen führte dann in der 12. Min. auch prompt zur Führung des TSV. Hier war die Abwehr nicht ganz im Bilde und ließ dem freistehenden Stürmer des TSV am langen Pfosten keine andere Wahl, den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen.
Doch der SVI ließ sich dadurch keineswegs beeindrucken. In der 20. Min. hätte der Ausgleich fallen müssen, als N. Unseld nach einem langen Ball völlig frei vor dem TSV-Tor den Ausgleich auf dem Fuß hatte, doch den Ball mir seinem Flachschuß nicht im Tor unterbringen konnte. Der TSV-Torhüter reagierte glänzend und lenkte den Ball neben das Tor. Nur eine Minute später hätte N. Unseld erneut zuschlagen können, als er dieses Mal von Ullmann bedient wurde und aus vollem Lauf über das Tor schoß. Schon hier zeigte sich die größte Schwäche des SVI wieder, nämlich die Chancenverwertung. Und dies sollte sich in diesem Spiel weiter fortsetzen. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Leistung mehr als verdient gewesen.
Doch auch SVI-Keeper Sießegger zeigte, dass er klare Torchancen vereiteln kann. In der 40. Min. tauchte plötzlich ein TSV-Stürmer völlig allein vor ihm auf und versuchte ihn zu umspielen. Genau im richtigen Augenblick fischte Sießegger aber dem Stürmer den Ball vom Fuß und verhinderte vor der Halbzeit einen 2:0 Rückstand.
Die 2. Halbzeit begann mit dem selben Kampfgeist beider Teams, wie er über die ersten 45 Minuten gezeigt wurde. Es wurde um jeden Ball und jeden Meter gekämpft. Mit zunehmender Spielzeit erhöhte der TSV dann aber den Druck, um die Vorentscheidung herbei zu führen. Dabei wurde die Partie auch zeitweise hektischer und bissiger. Doch der sehr gut und ruhig leitende SR hatte immer die richtige Gelassenheit und trug wesentlich dazu bei, dass die Partie nicht zu hektisch wurde.
In der 79. Min. dann erneut die Riesenchance für den SVI auf den längst fälligen Ausgleich. Nach einem herrlich vorgetragenen An-griff hatte Böckeler diesen Ausgleich auf dem Fuß und die Anhä-nger den Torschrei schon auf den Lippen, doch für den bereits geschlagenen TSV-Torhüter rettete der Innenpfosten, von dem der Ball wieder ins Feld zurückprallte. Beim Nachsetzen wurde J. Unseld dann rüde von den Beinen geholt. Der SR zögerte auch nicht lange und zeigte auf den Punkt. Doch auch diese klare Chance ließ der SVI an diesem Tag liegen, als statt dem Standard-Elfmeterschützen Steffen Brendle Kapitän Andy Schädle selbst für den Ausgleich sorgen wollte. Doch sein Flachschuß wurde vom TSV Torhüter unter großem Jubel der TSV-Anhänger herausgefischt.

Dies war symptomatisch für dieses Spiel der vergebenen Chancen. Denn mittlerweile hätte der SVI die Partie eigentlich schon für sich entscheiden können, nimmt man die klaren Torchancen beider Mannschaften zum Vergleich. Doch wenn man die Chancen nicht nutzt muß man sich dann auch nicht wundern, wenn man trotz kämpferisch und spielerisch starker Leistung gegen ein Team der Tabellenspitze wie bereits letzte Saison am Ende ohne Zählbares da steht.
Der TSV hingegen nutzte dann in der 85. Min. eine weitere Chance, als nach einem Freistoß vor das SVI-Tor die Abwehr incl. Torhüter Sießegger zu zögerlich agierte und der TSV sicher sein konnte, nach dem 2:0 die Partie gewonnen zu haben. Verständlich die Enttäuschung bei Spielern und Anhängern des SVI. Man belohnt sich einfach nicht für die sehr gute Leistung und hat erneut gezeigt, was für ein Potential in diesem Team steckt. Allein – es fehlt am Ende einfach an einem Knipser, der aus den vielen Chan-cen auch einmal ein Tor macht!

Der SVI spielte wie folgt:
Sießegger, D. Schmitt, Köhler, Brendle, J. Unseld, Schwaninger, Böckeler (80. Mitrev), Micheler, Ullmann, N. Unseld, Schädle

Reserve TSV Senden – SV Illerzell 6:1 (1:0)

Das Spiel der Reserve ist eigentlich schnell beschrieben, denn was der SVI gegen den TSV zeigte, hatte mit Fußball teilweise recht wenig zu tun. Meist sah es nach einem unüberlegten Gebolze aus, bei dem die Bälle einfach nur nach vorne geschlagen wurden, wobei man die erste Halbzeit gegen einen wahrlich nicht überlegenen Gegner gut mithalten konnte. Das man bereits in der 2. Min. nach einem völlig unnötigen Foulelfmeter in Rückstand ge-riet, wäre an sich nicht dramatisch gewesen. Man hielt diesen Rückstand auch bis zur Halbzeit. Der Knackpunkt des Spiels kam unmittelbar vor der Halbzeit in de 45. Min., als SVI-Torhüter Schaukal im 16er bei einem Abwehrversuch ein Foul beging, das vom SR als Notbremse gesehen wurde. Dafür zeigte er ihm die Rote Karte. Allerdings hielt Luca Brugger, der dann die Torhüterrolle übernahm, den schwach geschossenen Elfmeter. Ohne weiteren Auswechselspieler und in Unterzahl hatte der SVI in der 2. Halbzeit dann nicht mehr die Kraft und den Willen sich zu weh-ren. Teilweise sah man deutliche Auflösungserscheinungen, und so mußte man fünf weitere Treffer hinnehmen, davon allein vier Tore in den letzten zehn Minuten. Der Ehrentreffer durch Leger in der 83. Min. zum 4:1 war lediglich Ergebniskorrektur.
Es wird dringen notwendig, dass sich die Reserve endlich bewußt wird, dass ohne Training auch keine Leistung erzielt werden kann!!!

Die Reserve spielte wie folgt:
Schaukal (45. Brugger), Leger, Erdugan, Stehle, Cetin, Paduano, Mitrev, Oellingrath, Tezcan, Bayram, Brugger, Weiß