22. Spieltag: RSV Wullenstetten - SVI 4:4 (2:1) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: PS   
Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 09:01 Uhr

22. Spieltag, 07.05.17
RSV Wullenstetten – SVI 4:4(2:1)

Diejenigen, die bei unangenehmen Regenwetter den Weg zum Sportgelände nach Wullenstetten gefunden haben, sahen ein packendes Derby, das an Dramatik fast nicht zu überbieten war.
Unglücklicher hätte das Spiel nicht beginnen können. Denn gleich der erste Eckball für den RSV in der 2. Min. brachte den SVI in Rückstand, als der Eckball unglücklich von Brendle beim Rettungsversuch ins eigene Tor abgelenkt wurde. Das brachte den SVI allerdings nicht aus dem Konzept. Beide Teams zeigten schnellen Fußball bei Dauerregen. Zwingende Torchancen gab es allerdings zunächst nicht.
Die erste Großchance hatte der SVI dann in der 28. Min., als Paduano nach herrlicher Vorarbeit den Ball quer in den 16er zu Öztürk paßte, der den Ball jedoch nicht richtig traf und diese Chance vergab.
Der RSV hingegen nutzte die wenigen Chancen. So in der 31. Min., als es nach einem Foulspiel in der SVI-Hälfte schnell ging u. der RSV mit einem erneuten Schnellangriff auf 2:0 erhöhen konnte. Die äußeren Umstände wurden immer schwieriger bei teilweisem Starkregen. Doch der SVI zeigte keineswegs vorzeitige Resignation, sondern kämpfte weiterhin um den Anschlußtreffer. Dieser gelang dann auch in der 43. Min., als Nico Unseld nach einer Ecke von Brendle per Kopf zur Stelle war und zum 2:1 ver-kürzte.
Nach dem Wechsel drängte der SVI natürlich auf den Ausgleich. Doch die erste gefährliche Situation hatte man schon in der 48. Min. zu überstehen, als ein Distanzschuß eines RSV-Spielers von der Unterkante der Latte noch vor der Linie aufsprang und die Situation von der SVI-Abwehr bereinigt werden konnte. Doch in der 55. Min. konnte der RSV doch auf 3:1 erhöhen, als die Abwehr nach einem direkten Freistoß nicht rechtzeitig reagierte. TW Weiß konnte den scharf getretenen Schuß auf dem nassen Boden nur nach vorne abprallen lassen. Im Nachsetzen war dann der RSV Spieler relativ unbedrängt und konnte per Absatzkick den Ball über die Linie befördern. Ein mehr als vermeidbarer Gegentreffer. Doch auch bei diesem Spielstand zeigte der SVI Moral und gab sich keineswegs geschlagen. Was sich aber der 70. Min. dann abspielte hätte niemand erwartet. Denn mit einem Doppelschlag in der 71. und. 74. Min. schaffte der SVI den 3:3 Ausgleich. Zunächst verwandelte Brendle einen Handelfmeter, wenn auch erst im Nachschuß, nachdem der RSV-Keeper den ersten Schuß abwehren konnte. Und als Nico Unseld nach Vorarbeit von Öztürk gar das 3:3 erzielte, kannte der Jubel beim SVI keine Grenzen mehr. Und das Finale hatte es wirklich in sich. Denn der Jubel hielt nicht lange an, da der RSV in der 80. Min. mit einem Sonntagsschuß in den Winkel erneut in Führung gehen konnte. Doch auch dies war keineswegs der Nackenschlag für den SVI. Was die Mannschaft an diesem Tag für einen Willen an den Tag legte, sah man selten in dieser Saison. Und das wurde in der 91. Min. auch belohnt. Ausgangspunkt war allerdings eine mehr als faire Geste des RSV-Keepers, der auf Nachfrage einen Ball im Aus bestätigte, was zu einem Eckball für den SVI führte. Und genau diese Ecke brachte dem SVI den 4:4 Ausgleichstreffer durch Öztürk, der den Ball per Seitfallzieher im Tor unterbrachte. Erneut Jubelstürme beim SVI und Erschütterung auf Seiten des RSV. Doch das Spiel sollte noch einen weiteren Höhepunkt bringen. In der 95. Min. verursachte Köhler einen völlig unnötigen Foulelfmeter. Der Punkt schien verloren. Doch SVI-Torwart Weiß wurde zum Held des Tages, denn er hielt diesen alles andere als schwach geschossenen Elfmeter von Aust. Unmittelbar danach war dieses dramatische Spiel beendet. Mehr kann Fußball nicht bieten!

Der SVI spielte wie folgt:
Weiß, Brendle, Köhler, J. Unseld, D. Schmitt, Paduano (65. Tiryaki) Lämmle, Öztürk, N. Unseld, Ullmann (71. Micheler), Daikeler

Reserve RSV Wullenstetten – SVI 6:1 (3:1)

Das Spiel der Reserve kann man mit einem Wort beschreiben: katastrophal. Konnte man der ersten Hälfte noch einiges Gutes abringen, verlor die Mannschaft in der 2. Halbzeit völlig die Struktur. Meist waren es sinnlose Einzelaktionen, die es dem RSV leichtmachten, einen deutlichen Sieg zu erzielen. Wenn nur ein paar wenige Spieler gewillt sind zu kämpfen, kann man ein Spiel nicht erfolgreich gestalten. Der Ehrentreffer fiel in der 33. Min. durch Ezer zum zwischenzeitlichen 3:1.
Negativer Höhepunkt war die Rote Karte von Schmaeling in der 80. Min. mit einem völlig unmotivierten Foulspiel.

Die Reserve spielte wie folgt:
Sießegger, Mitrev, Schmaeling, Cetin, Schädle, Sapi, Stehle, Ezer, Heric, Erdugan, Ludwig, Leger, Kocak, Thalhofer